Schadensersatzansprüche für Anleger: Verjährungsgefahr zum Jahresende beachten
Für viele Anleger unbemerkt nähern wir uns einem wichtigen Stichtag: mit Ablauf des 31. Dezember 2011 verjähren sämtliche Ansprüche, die vor dem 1. Januar 2002 entstanden sind. Es kommt dabei nicht darauf an, ob die Anleger von diesen Ansprüchen wissen. Dieser Stichtag hat gerade für solche Anleger Bedeutung, die ab den späten 1990er Jahren fehlerhaft beraten wurden. Schon eine kurze Erstberatung durch den Fachmann bringt Sicherheit.
MSF Master Star Fund Deutsche Vermögensfonds I AG & Co. KG: Beim Insolvenzverfahren geht’s endlich weiter
Die Abwicklungsanordnung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist bestandskräftig. Die Insolvenzverfahren über das Vermögen der MSF und der Germanicum Beteiligungstreuhand GmbH (Germanicum) können weiter gehen. Mit Urteil vom 13. Juli 2011 hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) die Revision der MSF Master Star Fund Deutsche Vermögensfonds I AG & Co. KG (MSF) gegen das Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes zurückgewiesen.
Fundus Fonds 27: Bundesgerichtshof erwägt Garantie auf Vorabausschüttung zu Gunsten von Anlegern
Mit deutlichen Worten weist der Bundesgerichtshof (BGH) in seinen beiden Entscheidungen vom 14.06.2011 das Oberlandesgericht Köln im Sinne der Fundus-Anleger zurecht. Das Kölner Gericht müsse sich die Sach- und Rechtslage noch einmal genau vor Augen führen. Die Chance, dass Anleger rückwirkend Gelder aus einer übernommenen Garantie erhalten könnten, sind gegeben. Sicher ist allerdings auch: nur wer sich bis zum Jahresende 2011 um seine Interessen kümmert, kann aus der in Frage kommenden Garantie Nektar saugen.
Debi Select-Fonds: Licht an oder Licht aus ?
Die Fonds der Debi Select-Gruppe sollen zum Jahresende aufgelöst werden. Es wurde mitgeteilt, die Beschlüsse Ende September zu fassen. Bisher ist nicht viel passiert. Anleger sollten aktiv werden.
AWD Allgemeiner Wirtschaftsdienst: Medienberichte wegen hoher Provisionen
Im Licht der Öffentlichkeit zu stehen, bedeutet auf der anderen Seite Schlagschatten zu werfen. Erfolgreiche Vertriebsergebnisse zu erzielen ist für ein Vertriebsunternehmen im Finanzsektor ein Punkt, um glänzen zu können; seit Ende September 2011 wird das Provisionsgebahren des AWD in vielen ernst zu nehmenden Medien kritisch beleuchtet. Der AWD hält dagegen und verneint, Provisionen von über 15 % erhalten zu haben. Anleger von gescheiterten Anlagen, die vom AWD an den Mann gebracht worden sind, können möglicherweise ihren Fall noch einmal „aufrollen“.
Provisionen von Versicherungsvertretern sollen begrenzt werden
Die Vermittlungsprovisionen in der privaten Kranken- und Lebensversicherung sollen begrenzt werden. Ein Sprecher der CDU/CSU-Fraktion kündigte in der Sitzung des Finanzausschusses einen entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen an, mit dem der derzeit in der Beratung befindliche Gesetzentwurf zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagerechts (17/6051) ergänzt werden soll.
Göddecke Rechtsanwälte: ZDF – WISO berichtet mit KANZLEI GÖDDECKE über Geldanlagen in NEUE ENERGIEN
Geld in regenerative Energien – auch neue Energien genannt – anzulegen, ist spätestens seit der Atomreaktorkatastophe von Fukushima selbst für Kleinanleger ein interessantes Thema. Der aktuelle WISO-Beitrag vom 05.09.2011 über den Windpark Möbisburg bei Erfurt erklärt, worauf Anleger zu achten haben. Dazu nehmen ein beteiligter Anleger und Rechtsanwalt Hartmut Göddecke in dem Beitrag Stellung.
Clerical Medical: Versicherer muss im Versicherungsschein angegebene Auszahlungen leisten
Das Oberlandesgericht Karlsruhe verurteilt den Versicherer zur Vertragserfüllung aus dem Versicherungsvertrag „wealthmaster noble“ im Tarif „Pool 2000eins“. Versicherungsnehmer können die ausgewiesene Leistung ohne jeden Abzug verlangen.
MedPro Group Partnership Corp. & Co. KG: Geschäftsführung will eidesstattliche Versicherung fordern
Seit kurzem kursiert ein Rundschreiben der Führung der MedPro, in dem die Anleger aufgefordert werden, die Kündigung des Treuhandvertrages auszusprechen. Außerdem sollen sie einen neuen Treuhandvertrag abschließen oder sich als Direktkommanditist eintragen. Zudem verlangt die Geschäftsführung die Übersendung von amtlich/notariell beglaubigten Kopien diverse Unterlagen. Den Anlegern wird in Aussicht gestellt, dass die Gesellschaft von ihnen eine Versicherung an Eidesstatt verlangen wird.
MWB Vermögensverwaltung AG: Heimvorteil für deutsche Anleger
Nur allzu gerne wollen Schweizer Vermögensverwalter deutschen Gerichten entgehen, wenn Anleger ihre Rechte geltend machen wollen. Häufig verwendetes Argument für diese Flucht vor dem Kadi ist, dass der Vertrag gar nicht in Deutschland abgeschlossen wurde. Auf dieser Flucht wurden sie nunmehr erneut vom Bundesgerichtshof (BGH) gestoppt.
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